Alumni actuell #3

Die ehemalige Collegiatin Stefanie Groll ist Leiterin des Referats für Ökologie und Nachhaltigkeit der Heinrich-Böll-Stiftung

 

 

 

 

Meine Dissertationsthema:

Zwischen Marketing und Citizenship: Zivilgesellschaftliches Engagement an Hochschulen

Zeit im Forschungscollegium:

2010 bis 2012

Was hat Sie motiviert, sich in Ihrer Master-/Doktorarbeit mit einem Zivilgesellschafts-Thema zu befassen?

Ich habe mich für den organisationalen Wandel von Hochschulen interessiert und inwiefern Hochschulen Lernorte für bürgerschaftliches Engagement sind. Mich interessierte wie Hochschulen (studentisches) Engagement als Legitimitätsbeschaffungs-Mechanismus und Teil ihrer Agent-Rolle wahrnehmen. Und wie sich studentisches Engagement ändert, z.B. durch die Einführung von Bachelor und Master. Eine Erkenntnis von damals: Studentisches Engagement wird zunehmend als Feld zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen angesehen und als solche auch mit Credit Points belohnt.

Was ist Ihnen aus Ihrer Zeit im Forschungscollegium besonders in Erinnerung geblieben?
Wir waren immer überschaubare Gruppen mit 7-10 Teilnehmer:innen, so dass wir gut und intensiv ins Gespräch kamen. Es herrschte eine kritisch-konstruktive und wertschätzende Diskussionskultur. Ich fand es als Nachwuchswissenschaftlerin toll, dass die Gastdozent:innen teilweise die Personen waren, deren Publikationen ich für meine Dissertationen gelesen hatte.

Inwiefern haben Sie in Ihrem aktuellen Beruf Bezug zum Thema Zivilgesellschaft?

Ich leite das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit in der Heinrich-Böll-Stiftung. Wir wirken als politische Stiftung an der Schnittstelle zwischen institutioneller (Klima-) Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Für Zeitdiagnosen und Politikberatung ist es wichtig, mit einem breiten Spektrum von Akteuren zu sprechen, die bei der sozialökologischen Transformation mitmachen. Natürlich gibt es auch Austausch mit „Fridays“ und anderen „For-Future-Akteuren“. Ich begrüße das generations- und fachübergreifende Engagement für klimagerechtes Leben und Wirtschaften. Es ist wichtig für die Resonanz und Akzeptanz von zukunftsfester Klimapolitik.

Alumni actuell # 3